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Impressum
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Veranda
fcforum unterhält auf Facebook eine eigene Gruppe, die vor allem fc-Nutzern als Austausch-Plattform dient. Nutzer und Stützpersonen sind hier herzlich willkommen. Zuerst auf www.facebook.com sich eintragen, Gruppe "Veranda" suchen und dort den Beitritt beantragen.
Zum 2. April, dem Tag des Autismus, hat Nicole Ulrich-Neidhardt von Autismuslinkforum einen Aufruf erlassen, der an Martin Luther Kings berühmte Rede 1963 anschliesst. Es geht um Freiheit und Gleichberechtigung:
“In seiner berühmten Rede ‘I Have a Dream’ erträumte sich Dr. Martin Luther King die Freiheit und Gleichstellung aller Menschen. Diesen Traum hegen auch wir für Menschen mit Autismus. Der Weg weg von der fürsorglichen Pflege, hin zu einem echten Zusammenleben ist ein langer und der Internationale Tag des Autismus bedeutet auf dieser Reise eine Einkehr, ja eine Gelegenheit, zur Besinnung. Schreiben Sie in unser Forum “I Have a Dream”, welches Ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen sind. – Selbstbetroffene, Angehörige, Begleitpersonen und Fachleute sind aufgerufen, an dieser Aktion teilzunehmen. Nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste sind herzlich eingeladen, ihren Traum im Forum zu veröffentlichen. Wir hoffen auf viele Beiträge, welche die wahren Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Autismus aufzeigen. In diesem Sinne ist die Veröffentlichung Ihres Traumes auch eine kleine Spende für unsere Sache und wir danken Ihnen sehr für Ihre Teilnahme!”
Dem können wir uns, nachdem sich fc und Autismus so stark berühren, nur anschliessen – schreiben Sie Ihre Träume hinein! Hier finden Sie die Forumsseite. Und hier die Website von Autismuslink.
Rizvan Khan ist Autist vom Typ Asperger. Und es muss dieser Typ sein, der sich vergleichsweise doch gut verständigen kann, sonst hätte es diesen Film nicht so geben können. Khan ist Moslem, und das bereitet seiner in den USA lebenden Familie nach dem 11. September grosse Mühe. Sein Junge wird totgeprügelt, was den friedliebenden Vater auf eine lange Tour zum Besuch des amerikanischen Präsidenten treibt. “My Name is Kahn. And I am not a terrorist”, sagt er diesem, und so heisst auch der 155 Minuten lange Film, der in der Kinofassung allerdings 30 Minuten kürzer ist.
Anders als wohl viele andere autistisch behinderte Menschen kann Khan lachen, wiewohl er dies oft an der “falschen” Stelle tut. Gefühle spielen für ihn eine zentrale Rolle. Seine liebevolle Mutter hat ihn gelehrt, dass man nicht Moslem und andere Menschen unterscheiden sollte, sondern gute und schlechte Menschen. Er soll, trägt sie dem jungen Khan auf, ein glücklicher Mensch werden. Das schafft eine dramaturgisch höchst wirkungsvolle Fallhöhe zum Zusammenbruch, den Khan und seine schöne Mandira nach dem Tod ihres Kindes erleben. Ihre Liebe gerät in grosse Gefahr und es folgen Monate der Trennung.
Khan verfügt über die bei Autisten häufig beobachteten Talente der direkten Beobachtung und des auffälligen Gedächtnisses. Shah Rukh Khan spielt diesen Protagonisten auf hervorragende Weise, und Kajol ist ihm als Mandira ebenbürtig. Das schafft hervorragende Voraussetzungen für einen sehr guten Film. Man mag schimpfen, er sei eine “prächtige Mischung aus Forrest Gump und Rain Man”, wie es Zeit online überflüssigerweise tut, man mag an vielen Stellen die etwas sülzig aufgetragenen Gefühlslagen übertrieben finden – der Film bleibt ein Meisterstück, der vom Spannungsaufbau her nichts zu wünschen übrig lässt. Er zeigt klare Wendepunkte und belässt den Zuschauer vor allem auch in stillen, von schöner Musik getragenen Passagen mitten in der Geschichte. Die Parallelität der Handlungen von Khan (der den Präsidenten sucht) und Mandira (die den Tod ihres Sohnes aufklärt) verstärkt spürbar die Wirkung dieser gut aufgebauten Handlung.
Der Film hatte seine Premiere an der Berlinale 2010 und erhielt viele Preise, so den Zee Cine Award für die beste Story.
Am 3. März 2011 strahlte das Schweizer Fernsehen im Sendegefäss “Schweiz aktuell” zwei Berichte aus, die mit fc zu tun hatten. Im ersten Beitrag ging es um Berner Missbrauchsfälle, im zweiten um die darin erwähnte Möglichkeit, sich durch Gestützte Kommunikation fc verständlich machen zu können. Hier der Beitrag, in welchem Béa Kaufmann, Zürich, sich zu dieser Kommunikationsmethode äusserte:
2010 ist in zweiter Auflage das Buch von Petra Scho (Ochtrup/D) erschienen: “Herausforderung Autismus – Authentische Einblicke in die ‘andere Welt’”. Wer das im Verlag Hartmut Becker, Kirchhain, erschienene Buch liest, erhält einen sehr direkten und auch aufschlussreichen Einblick in die Arbeit mit autistisch behinderten Personen. Es ist von der Angst dieser Behinderten die Rede, von ihren seltsam anmutenden Verhaltensstrategien, von Reizüberflutung und der Abwehr jeder Veränderung. Im Gehirn fliessen die Informationen gleichzeitig, oft findet kein rettendes Vergessen statt.
In dieser Publikation finden sich überaus interessante Ansätz für die Personen ringsum: “verbindlich” sollen diese Personen im Umkreis auftreten und auch so wirken. Und viele sind auf die hilfreichen Hinweise angewiesen, die von erfahrener Seite beigesteuert werden. Was tun bei Aggressionen? Was bedeutet “Tiefenwahrnehmung”? Petra Schos Arbeit ist eine Anleitung, und sie leistet diesen Anspruch auf zwei Ebenen: auf jener einzeln beschriebener Fälle, und auf jener ausgewählter Alltagsbereiche.
Was wird zugunsten der Kommunikation getan? Im Buch ist zwar von Bild- und Textkarten und ähnlichem die Rede. Aber fc als eigene Methode scheint zu fehlen. Stimmt dieser Eindruck? Auf unsere Anfrage hin hat uns Petra Scho freundlicherweise geantwortet: “Ich muss gestehen, keinerlei Erfahrungen mit der gestützten Kommunikation zu haben. Die Autisten, mit denen ich gearbeitet habe, waren zu schwer behindert, um es auch nur in Erwägung zu ziehen. KollegInnen, die damit gearbeitet haben oder sich zumindest mit dem Thema auseinandergesetzt haben, hatten unterschiedliche Meinungen.” Die Autorin zeigt sich erfreulicherweise dialogbereit und offen. Entsprechend sorgfältig und aufmerksam ist das Buch auch abgefasst.
Ich muss gestehen, keinerlei Erfahrungen mit der gestützten Kommunikation zu haben. Die Autisten, mit denen ich gearbeitet habe, waren zu schwer behindert, um es auch nur in Erwägung zu ziehen. KollegenInnen, die damit gearbeitet haben oder sich zumindest mit dem Thema auseinandergesetzt haben, hatten unterschiedliche Meinungen.
Sigourney Weaver darf als ausdrucksstarke Schauspielerin gelten, der man auch schwierige Rollen zumuten darf. Die 1949 geborene US-Amerikanerin bringt dies im Film “Snow Cake” auch voll zum Tragen. Hier spielt sie die Autistin Linda, auf die der seltsame Alex (Alan Rickman) stösst. Mit Alex lernt der Zuschauer das Leben und das Verhalten einer autistisch Behinderten kennen.
Lernt man hier den Autismus wirklich kennen? Das wäre wohl eine Übertreibung, denn ein spannender Film wie dieser muss stark vereinfachen, und auch die Autistin steht im Dienste des dramatischen Bogens, der nach hinten zieht. Trotzdem mag man etwas von der Irritierung aufnehmen, die vom Autismus ausgeht, etwas von diesem so andere Leben, das auf andere Menschen eigenartig wirkende Reaktionen auslöst. War Linda vergewaltigt worden? Damit ist auch die Missbrauchsfrage eingebunden. Aber so richtig klug wird der Zuschauer ob dieser autistischen Szenerie wohl nie – und das mag auch nie angestrebt worden sein. Dafür ist “Snow Cake” zu vielschichtig, das Spiel der Psychen zu verwickelt. In einer schwer belasteten Geschichte taucht die Autistin Belinda wie eine heil gebliebene Überlebende auf, die als einzige Figur unbeschädigt das Ende des Films erreicht.
Aber dass sich Linda mit Worten einigermassen ausdrücken kann – geschah dies nur des Filmduktus und der vom Publikum gewünschten Verständlichkeit wegen? Wie gelingt es trotz allem, mit ihr zu kommunizieren. Der Film lässt diesen Punkt offen.
Der 2005 fertiggestellte Film dauert 112 Minuten. Regie führte Marc Evans. Mit “Snow Cake” wurde 2006 die Berlinale eröffnet.
Der Vorstand des Vereins fcforum hat im Herbst 2010 “Richtlinien zur fc-Qualität” erarbeitet und verabschiedet. Man findet sie auf eine unserer Seiten (Navigation rechts beachten, Punkt 5.1). Oder einfach hier klicken. Feedbacks sind sehr erwünscht. Dem Vorstand geht es nicht darum, eine alleinseligmachende Doktrin durchzuzwängen. Sondern es geht ihm um die Förderung des Qualitätsbewusstseins. Und dieses ist angesichts der unsicheren Akzeptanz von fc dringend erwünscht. Bitte bringen Sie doch Ihren Kommentar ein.
Je länger die Liste der Entschuldigungen, desto kürzer jene der Teilnehmer. Dennoch hat die GV des fcforum vom 28. Januar 2011 in Zürich Wichtiges beschlossen. Sie wählte nach dem Ausscheiden von Gabriele de Rinaldis zwei neue Vorstandsmitglieder, nämlich Claudia Lüthi und Cordula Jerke. Ferner wurden die neuen Richtlinien des Vorstandes zur fc-Qualität präsentiert und zur Kenntnis genommen. Diese Richtlinien sollen mit der bewussten Betonung der Qualität und damit der Professionalität für Akzeptanz von fc gerade auch in kritisch eingestellten Kreisen sorgen. Autonomie ist in diesem Zusammenhang keine Voraussetzung, sondern ein anzustrebendes Ziel jeder fc-Tätigkeit.
Das Programm 2011 sieht einen Workshop zur Kommunikation vor, der am 17. Mai in Olten stattfinden wird, und gezielte Aktivitäten in Ärztekreisen. Ausserdem werden die Projekte “Autonomie” und “Veranda” (Facebook-Gruppe) vorangetrieben. Für das “Autonomie”-Projekt sind weitere Mittel zu beschaffen.
Das ausführliche Protokoll findet man auf der entsprechenden Seite hier im Blog.
“fc – Forschung und Praxis im Dialog”. Die Zeit vergeht wie im Flug: Schon ist mehr als ein Jahr seit der internationalen fc-Forschungs-Fachtagung in Basel 2009 vergangen. Nun ist das Buch zur Tagung, das den aktuellen Stand der Forschung zu fc darstellt, fertiggestellt. Wer es bereits an der Tagung vorbestellt hat, wird natürlich beliefert. Andere können es direkt beim von Loeper Literaturverlag in Karlsruhe anfordern oder in einer Buchhandlung bestellen. Oder noch günstiger: zum Vorzugspreis von CHF 25 beim IFC.
Als Herausgeber sind angegeben Andrea Alfaré, Thekla Huber-Kaiser, Frauke Janz und Theo Klauss. Das Buch zählt rund 220 Seiten. Für alle, die sich bei der fc-Anwendung an moderne Erkenntnisse halten wollen, ist die Lektüre wohl ein Muss. Erschienen ist das Fachbuch in der Reihe “Unterstützte Kommunikation” des Verlags.
Das fcforum wird am Freitag, 28. Januar 2011, seine Generalversammlung abhalten. Beginn um 17 Uhr.
Ort: Restaurant Vorderberg, Zürich (Nüschelerstube). Den Vorderberg erreicht man u. a. mit Tram 6 ab Bahnhofstrasse oder Central. Bis zur Station Kirche Fluntern dauert es etwa 15 Minuten.
Hauptthema: fc-Qualität. Der Vorstand hat dazu Richtlinien erarbeitet und sie an seiner Novembersitzung verabschiedet. Er wird sie an der GV präsentieren.
Wer ernsthaft fc betreibt, muss sich auch ernsthaft mit Kritik auseinandersetzen. So mit jener, die PD Peter Brugger, der Leiter der Abteilung für Neurophsychologie am Universitätsspital Zürich, kürzlich geäussert hat. Im Heft 41/2010 von “Das Magazin” (Der Bund, Tagesanzeiger) wird er unter dem Titel “Hauptsache irrational” als “Erforscher des Aberglaubens” vorgestellt. Und entsprechend lautete auch die Interviewfrage: “Müssten Wissenschaftler wie Sie nicht vermehrt in den Diskurs eingreifen und abergläubisches Denken entlarven?”
Bruggers Antwort: “Bestimmt. Nur habe ich am USZ einen klinischen Auftrag, und die Beschäftigung mit Verwirrungen des gesunden Gehirns wird eher als Luxus betrachtet. Aber ich kämpfe schon, wenn ein neuer Aberglaube in meinem Kompetenzbereich auftaucht.”
Die Folgefrage: “Zum Beispiel?”
Darauf Brugger: “Das letzte Mal habe ich mich gegen die sogenannte gestützte Kommunikation bei autistischen Kindern gewehrt. Ich erntete wüste Drohungen, selbst aus akademischen Kreisen. Die Methode geht so: Eine Mutter stützt den Arm ihres autistischen Kindes, während das Kind auf einer Tastatur schreib t. Natürlich entspringt alles Geschriebene dem Mutterhirn, behauptet wird aber, es sei das Werk des kranken Kindes. Das ähnelt spiritistischen Sitzungen, wo mit gleichem Prinzip Tische gerückt werden. An einer Zusammenkunft führte eine Mutter ihren Achtjährigen vor. Von ihr unterstützt, begann ‘er’ zu schreiben: ‘Sehr geehrte Damen und Herren’. Es war unterträglich, ich verlangte, man solle der Mutter doch mal die augen verbinden. Dafür konnte sich niemand begeistern. Solange man Tische missbraucht, ist das ethisch nicht besonders verwerflich. Bei kommunikationsgestörten Kindern habe ich ein Problem.”
Soweit eine Interview-Passage, die uns im fcforum interessieren muss. Was meinen Sie dazu? Was meinen fc-Fachleute dazu?